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Steissbein: Coccygodynie

Unser multidisziplinäres Team bietet sämtliche Behandlungsmöglichkeiten an und wir verfügen über jahrelange Erfahrung mit diesem Krankheitsbild.

Coccygodynie (Steissbeinschmerz) bezeichnet Schmerzen im Bereich des Steissbeins (Os coccygis). Dieser Zustand kann durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden und wird oft durch Belastung oder Druck im Bereich des Steissbeins verstärkt. Hier sind die wichtigsten Informationen:

1. Ursachen

Trauma:

  • Direkte Verletzungen wie Stürze auf das Gesäss.

  • Wiederholte Mikrotraumata (z. B. durch Radfahren oder langes Sitzen auf harten Oberflächen).

Fehlhaltungen:

  • Langes Sitzen in ungünstigen Positionen.

  • Überlastung durch falsche Haltung.

Degenerative Veränderungen:

  • Arthrose der Steißbeingelenke.

  • Abnutzung der Bänder oder Bandscheiben im unteren Bereich der Wirbelsäule.

Geburtstrauma:

  • Verletzungen oder Überdehnungen des Steissbeins während der Entbindung.

Idiopathisch:

  • In einigen Fällen bleibt die Ursache unklar.

Sehr Seltene Ursachen:

  • Tumoren, Infektionen oder entzündliche Erkrankungen.

 2. Symptome

  • Lokalisierte Schmerzen am unteren Ende der Wirbelsäule, oft beim Sitzen.

  • Verstärkung der Schmerzen beim Aufstehen oder beim Sitzen auf harten Flächen.

  • Druckempfindlichkeit am Steißbein.

  • Gelegentlich Ausstrahlung in den unteren Rücken oder das Gesäss.

 3. Diagnose

Anamnese:

  • Erfragen der Schmerzcharakteristik und möglicher Auslöser (z. B. Trauma).

Körperliche Untersuchung:

  • Palpation (Abtasten) des Steissbeins.

Bildgebung:

  • Röntgen, MRT oder CT zur Identifikation von Frakturen, Degeneration oder anderen Pathologien.

 4. Behandlungsmöglichkeiten

Konservativ:

  • Schmerztherapie: NSAR (z. B. Ibuprofen) oder lokale Injektionen (z. B. Kortison).

  • Sitzhilfen: Verwendung von speziellen Sitzkissen (z. B. Donut-Kissen).

  • Physiotherapie: Mobilisation, Dehnübungen und Haltungsverbesserung.

  • Wärme- oder Kälteanwendungen.

Invasive Methoden:

  • Injektionen: Lokalanästhetika oder Steroide.

  • Manipulation: Manuelle Reposition des Steissbeins durch einen geschulten Therapeuten.

  • Chirurgische Maßnahmen: In seltenen Fällen Entfernung des Steissbeins (Cocczygektomie), wenn konservative Methoden versagen.

4. Prognose

Die meisten Fälle von Coccygodynie können mit konservativen Maßnahmen erfolgreich behandelt werden. Chronische Schmerzen sind selten und treten meist bei unzureichender Therapie oder anhaltender Belastung auf.